Dreiste planungsrechtliche Befreiungen vom Baustufenplan

 
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Hier muss sich etwas verändern

Der Bezirk Eimsbüttel ignoriert den gültigen Baustufenplan Niendorf/Lokstedt/Schnelsen mit den Festsetzungen M2o (Mischbebauung, 2-geschossig, offene Bauweise), der u. a. dem Erhalt des Stadtteil-Charakters dienen soll. Auf dem von der Bäckerei "Nur Hier" privat verkauften Gelände soll eine riesige Wohnanlage entstehen, die gleich in drei Punkten den Baustufenplan verletzt:
Überschreiten der Zahl der Vollgeschosse um zwei Vollgeschosse;
Errichtung von Baukörpern mit einer Gebäudelänge von mehr als 50 Metern;
Überschreiten der zulässigen bebaubaren Fläche.
Eine Bürgerbeteiligung ist nicht vorgesehen und eine vorgeschriebene Nachbarbeteiligung (nur Eigentümer der direkt angrenzenden Grundstücke) findet nur pro-forma statt. Einwände der Nachbarn werden von der Behörde nicht kommentiert/beantwortet. Aufgrund der Dimension der Wohnanlage wird es hier zu erheblichen Auswirkungen nicht nur für direkte Nachbarn sondern für den gesamten Stadtteil kommen (Flächenversiegelung, Lärm, Verkehr, Schul-, Sport- und Freizeitangebot etc.).

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Lokstedterin

Kommentare

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Dass sich der Bezirk vermutlich ungern an bestehende Baustufenpläne hält, ist auch dem im September 2016 unterzeichneten „Vertrag für Hamburg - Wohnungsneubau“ zu verdanken: die Bezirksversammlungen erhalten aus dem Förderfonds Bezirke pro genehmigte Wohnung weiterhin 250 Euro. Die bisherige Deckelung des Gesamtbetrages entfällt künftig, so dass die Bezirke nun für jede Genehmigung eine Prämie erhalten. Im Fall der Niendorfer Straße 25 ergeben sich bei 128 Wohnungen verteilt auf 4 Geschosse plus Staffelgeschoss somit insgesamt 32.000 EUR.