Auch wenn dieses Projekt über eine durchaus beeindruckende Dichte (und somit viele Woehneinheiten) verfügt, steht es prototypisch für einen "Wohnanlagen-Stil", der meines Erachtens im Widerspruch zur Zielsetzung von "Mehr Stadt in der Stadt" steht: Diese Häuser (obwohl im Grund durchaus ansprechend) haben keine Adressbildung und wenden sich ab, keine einzige Gewerbenutzung war vorgesehen und wird mittlerweile von Anwohnern bedauert (s. Kommentar/Eintrag nebenan bwz. östlich davon), der westliche Spielplatz (!) - also für Kinder (!) – ist mit dem Schild versehen "Nur für Anwohner".
Gewerbliche Erdeschossnutzungen müssen bei Projekten dieser Größe ein Muss sein (dass sich das nicht "lohnt" ist lediglich eine Frage der Perspektive, für das Gemeinwesen "Stadt" allemal). In Wien muss bei einigen Developments die Rentabilität auch ohne Erdgeschosszone erreicht werden um zu gewährleisten, dass das Erdgeschoss für 5 Euro/qm vermietet werden kann.
Wird weiter sowas gebaut wird Lokstedt zum "Wohnanlagen-Sammelsurium". Wenn man das will o.k. Dann sollten die Verantwortlichen aber konsequenterweise nicht mehr von "städtischen Qualitäten" oder "Urbanität" sprechen...
Kommentare