
Hier soll es ja um Eimsbüttel im Jahr 2040 und insbesondere für mich als Stellinger um die Zukunft in meinem Stadteil gehen. Kleinigkeiten, wie befahrbare sichere Radwege, sichere Querungsmöglichkeiten von Straßen, Sitzmöglichkeiten in Parks, keine Bettelampeln, Tempo 30, weniger Lärm und Gestank sollten dann selbstverständlich sein. Es sollte menschlicher werden!
Ein gerade erst vor kurzem fertig gestelltes Symbol dieser sich im auslaufen befindlichen Epoche „Auto über alles“ ist die aus meiner Sicht menschenverachtende Kreuzung Kieler Straße / Sportplatzring. Einzig mit dem Zweck errichtet zukünftig noch mehr Autoverkehr abwickeln zu können. Als die Planung für den Autoverkehr fertig war, wurden dann noch die Fußgänger und Radfahrer verteilt. Dabei sind dann Verkehrsinseln entstanden auf denen noch nicht einmal 2 Radfahrer und 2 Eltern mit Kinderwagen gemeinsam Platz haben. Wenn Senioren und Kinder Angst haben diese Kreuzung zu queren, dann ist da gewaltig etwas schief gelaufen.
Wenn es diese Kreuzung nicht mehr gibt, dann haben wir es geschafft! Fußgänger, Radfahrer, Eltern mit Kinderwagen und Senioren-Scooter brauchen untereinander keine Ampeln, da hilft eine einfache Regel: der Schnellere gewährt dem Langsameren Vorrang.
Welche Möglichkeiten gibt es diese Kreuzung überflüssig zu machen? Zuerst für weniger Autoverkehr sorgen (die Möglichkeiten sind bekannt). Der natürlich übrig gebliebene Autoverkehr wird dann in tunnelartigen Systemen durch die Stadt geleitet. Aus diesem Tunnelsystem gibt es nur etwa alle 1000 m Ein- und Ausfahrten. Von dort gelangt der Verkehr dann zu den umliegenden Zielen. Und das Tolle an so einer Art Tunnel: die Autos können sich gegenseitig behupen, mit quietschenden Reifen sinnlose Beschleunigungstests durchführen und sich stolz einander zeigen. Der Wirtschaftsverkehr freut sich über freie Straßen, keine roten Ampeln und keine Parker in dritter Reihe behindern den Verkehr.