Schaffung einer neuen Isebek für sauberes Niederschlagswasser

 
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Hier muss sich etwas verändern

Sehr geehrte Dammen und Herren,
da das gesammte Isebek Tal keine Isebek mehr auf weist, sondern diese durch das teure Mischwassersielnetz ersetz ist, schlage ich vor für die Entwässerung des wenig belasten Niederschlagswassers ein neues naturnahes Fließgewässer mit dazugehörigen Retentionsräumen herzustellen. Dies ist u.a. in Abstimmung mit dem Bezirk Altona zu planen und herzustellen. In der BUE existieren bereit Untersuchungsergebnisse, die die Machbarkeit belegen.
Die Gewässertrasse führt zu einer Renaturierung des Wasserhaushaltes und schafft eine ökologische und Umfeldaufwertung mit vernetzender Wirkung. Außerdem verbessert dieses Fließgewässer die Wasserqualität des Isebekkananls.
Äußere Erschließung für die trennte Regenentwässerung (nur sauberes oder gereinigtes Niederschlagswasser in limitierter Menge pro Zeiteinheit -max. 10l/s*ha) im Isebektal:
1. In Altona, Mitnutzung und Entlastung der Mischwasserrückhaltebecken
1.1. Vom tiefsten Punkt der inneren Entwässerung des gesamten Voruntersuchungsgebietes der Mitte Altona (Augustenburger Str.) aus, bietet es sich an im preiswerten Erdbau (für ca. € 300.000,-) um das Altonaer Arbeitsamt herum eine bogenförmige Vertiefung der Grünanlage herzustellen, die bis an die Kieler Straße grenzt. Diese Vertiefung kann durchflossen werden und bei seltenen Starkregenereignissen die Mitnutzung der Grünflächen für Regenrückhaltung ermöglichen.
In der Kieler Straße kann das Niederschlagswasser in einen "Schacht Nr 3" vorüber gehend gedrosselt eingeleitet werden. Dieser Mischwasserstrang entwässert vorbei an dem System von Mischwasserrückhaltebecken (MRHB), sodass deren Rückhaltepotential für höher belastetes Mischwasser vorrangig bereitsteht.
1.1.2. Die zusätzliche Möglichkeit der Mitnutzung von Freiflächen auf dem Schulgelände Kurt-Tucholsky-Gymnasium und die Entlastung der MRHB, bringt die Querung der Kieler Straße und der gedrosselte Anschluss an das kleine Mischwassersiel in der Eckernförder Straße (Kosten ca. € 700.000,-). Auf diesem Wege würde auch das 4. MRHB im System nicht mehr mit sauberen Niederschlagswasser beaufschlagt.
Die offene Gewässerführung zwischen Kieler Straße und Langenfelder Straße wurde bei der beginnenden B-Planbearbeitung für das Tucholsky-Quartier bereits thematisiert. Das vorgeschlagene Gewässer könnte vorübergehend auch nur mit der Funktion eines gestreckten naturnahen Regenrückhaltebeckens in diesem Quartier in die Freiraumplanung eingehen und vorrübergehend max. 190l/s ins M-Siel in der Langenfelder Str. einleiten.
1.1.3. Für die Vervollständigung des Gewässerausbaus im Bezirk Altona besteht die Möglichkeit ihn in der Paulinenallee bis zur Eimsbüttler Straße fortzusetzen und dort mit den gleichen Vorteilen wie unter 1.1.2. ins M-Siel temporär einzuleiten (Kosten grob geschätzt € 1,3 Mio.). In der Paulinen Allee bietet sich ein nur einseitig geböschtes offenes Gewässer an. An der Nordseite dieser Straße gibt es keinen Baumbestand der zu berücksichtigen wäre.
Die in den jeweiligen Ausbaustufen eingerichteten Einleitungsstellen ins Mischwassersiel können später einfach als Notüberläufe für die Neue Isebek hergerichtet werden bzw. für regelmäßige Entschlammungen genutzt werden.
1.2. Äußere Erschließung für die getrennte Regenentwässerung der Mitte Altona in Eimsbüttel
1.2.1. Für den Anschluss der getrennten Regenentwässerung Mitte Altona sowie der Abkopplungsflächen im Isebektal an den Isebekkanal fallen in Eimsbüttel (ca. 900 m) grob geschätzt ca. € 11 Mio. an.
1.2.2. Technisch anspruchsvoll sind in diesem Abschnitt die Querungen der Fruchtallee oberhalb der U 2, sowie des Doormannsweges. Entlang des Dormannsweges und in den Flächen von Wehbers-Park ist gestalterisch besonders sensibel vorzugehen.
1.2.3. Die südliche Seite des Eschenstieges ist bisher auch noch ohne Baumbestand und eignet sich dadurch auch gut für die Isebek-Trasse, die vor dem Erreichen des Isebekkanals noch über die M-Siele der HSE im Weidenstieg geführt werden muss.
Grober Finanzierungplan Erschließung für Niederschlagswasser u.a. aus Mitte Altona, Tuchholsky-Quartier, Holstenfläche etc:
Offenes Gewässer mit Durchlässen beginnend an der Augustenburger Str.
Äußere Entwässerung Grobe Kosten
2017 Planung € 0,5 Mio.
2018 Planung + Gewässerbau bis an die Kieler Str. € 2,0 Mio.
2019 Kieler Str. + Schulgelände € 2,0 Mio.
2020 Bis Eimsbüttler Str. € 2,0 Mio.
2021 Wehberspark-Isebekkanal € 2,0 Mio.
2022 Eimsbüttler Str. € 3,0 Mio.
2023 bis € 3,0 Mio.
2024 Doormannsweg € 3,0 Mio.
Summe € 17,5 Mio.
Für nähere Erläuterungen stehen ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Borstelmann

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Peter Borstelmann